Zwei Modelle — und eines verschwindet
Bisher kannte Airbnb zwei Gebührenmodelle. Bei der aufgeteilten Gebühr zahlen die meisten Gastgeber 3 %, die Gäste zusätzlich eine eigene Servicegebühr von 14,1 bis 16,5 % der Buchungszwischensumme. Bei der einheitlichen Gebühr trägt der Gastgeber alles: meist 15,5 %, in einzelnen Fällen 14 bis 16 %. Für Gastgeber, die eine Software zur Unterkunftsverwaltung nutzen, ist die einheitliche Gebühr verpflichtend (Airbnb-Hilfe (öffnet in neuem Tab)).
2026 fasst Airbnb beide Gebühren zu einer einheitlichen Servicegebühr von 15,5 % zusammen, die Gastgeber zahlen. Gastgeber mit Wohnsitz in Deutschland wurden am 22. Juni 2026 umgestellt; die neue Gebühr gilt für Buchungen, die nach der Umstellung eingehen (Airbnb, „Simplifying service fees“ (öffnet in neuem Tab)). Für Vermieter in Deutschland heißt das: Statt meist 3 % gehen jetzt meist 15,5 % des Buchungsbetrags an Airbnb; eine eigene Servicegebühr der Gäste entfällt dafür.
Was 15,5 % in Euro bedeuten
Ein Beispiel: 2 Ferienwohnungen, jede an 100 Nächten im Jahr belegt, zu durchschnittlich 100 € pro Nacht, die Hälfte davon über Airbnb gebucht. Das sind 10.000 € Übernachtungsumsatz über Airbnb — und bei 15,5 % Gebühr 1.550,00 € im Jahr.
Dazu kann Umsatzsteuer kommen. Die Umsätze von Kleinunternehmern sind nach § 19 UStG steuerfrei; wer steuerfreie Umsätze ausführt, ist vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen (§ 19 UStG (öffnet in neuem Tab), § 15 Abs. 2 UStG (öffnet in neuem Tab)). Fällt auf die Gebühr Umsatzsteuer an, bleibt sie bei Ihnen: Im Beispiel wären das mit 19 % zusammen 1.844,50 €. Wie die Steuer auf Portalgebühren in Ihrem Fall abgerechnet wird, klärt Ihre Steuerberatung.
FeWo-direkt und Booking.com zum Vergleich
FeWo-direkt (international Vrbo) berechnet im Provisionsmodell 5 % Provision auf die Miete und zusätzliche Gebühren sowie eine Transaktionsgebühr von 3 % auf den Gesamtbetrag des Gastes. Wer über eine Verwaltungssoftware angebunden ist, zahlt laut FeWo-direkt eine Buchungsgebühr von 5 %, in einigen Regionen wie Europa möglicherweise 12 bis 15 % (FeWo-direkt-Hilfe (öffnet in neuem Tab)).
Bei Booking.com hängt die Provision unter anderem vom Land und von der Art der Unterkunft ab; Ihren Satz finden Sie im Extranet und auf Ihrer Abrechnung (Booking.com für Partner (öffnet in neuem Tab)).
Was eine Direktbuchung kostet
Bucht ein Gast direkt auf Ihrer eigenen Website, fällt keine Portalgebühr an. Zahlt er mit Karte, berechnet Ihr Zahlungsdienst eine Gebühr — bei Stripe 1,5 % + 0,25 € je Zahlung mit einer Standardkarte aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (Stripe (öffnet in neuem Tab)). Zahlt er per Überweisung, fällt gar keine Gebühr an.
Portale bleiben trotzdem wichtig: Sie bringen Gäste, die Sie sonst nicht finden würden. Jeder Gast aber, der wiederkommt oder Sie über eine Empfehlung oder die Suchmaschine findet, kann direkt buchen — wenn Ihre eigene Website das so einfach macht wie das Portal. Was das bei Ihren Zahlen ausmacht, zeigt der Provisionsrechner.